Trifold: Technologie Transfer und Innovation im tunesischen Forschungs- und Wissenschaftssystem - Maßnahmen zur Kapazitätsbildung

TRIFOLD-2.0 untersucht, wie Wissenstransferprozesse in tunesischen Forschungseinrichtungen optimiert werden können. Es wird ein wesentlicher Beitrag zur Diskussion um die Transferkapazitäten des tunesischen Innovationssystems geleistet und ein für die Region Nordafrika beispielhafter Pilotprozess etabliert.

Laufzeit: 12/19 – 11/23

Fördergeber: BMBF

FKZ: DH19029

IQIB-Team: Tanja Woronowicz, Ute Birk, Dr. Michael Kunkis, Simone Schöttmer, Dr. Michael Boronowsky

Projektpartner: tunesisches Ministerium für Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung

Das Vorhaben schließt inhaltlich an das im Zeitraum 2016 - 2018 BMBF-geförderte Projekt TRIFOLD an. Dieses hat sechs tunesische Forschungszentren unterstützt, ihre Rolle als Kooperationspartner im nationalen Innovationsökosystem zu beschreiben, notwendige Schritte zur Verbesserung ihrer Verwertungsaktivitäten initiiert und die gewonnen Erkenntnisse mit dem zuständigen Ministerium in Tunesien (MESR) rückgekoppelt. Das Anschlussvorhaben TRIFOLD-2.0 wird im Zeitraum 2019 – 2022 die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung und Etablierung von wirkungsvollen Wissens- und Technologietransferprozessen in tunesischen Forschungseinrichtungen identifizieren.

In einem weiteren Schritt werden in ausgewählten Einrichtungen pilothaft diese Transfer-Prozesse optimiert und tunesische Experten zur eigenverantwortlichen Nutzung der vorgeschlagenen Verwertungsevaluation befähigt. Hierbei werden die im TRIFOLD Projekt etablierten Kooperationen im tunesischen Innovationssystem multipliziert.

Drittens werden Ansätze zur Zertifizierung und Qualitätsüberwachung der eingerichteten Wissens- und Technologietransferprozesse untersucht. Es sollen mit unterschiedlichen nationalen politischen Akteuren, zu nennen sind hier in erster Linie das MESR und die National Agency for the Advancement of Scientific Research (ANPR), verschiedene Ansätze diskutiert und auf ihre Umsetzbarkeit untersucht werden, um ggfls. eine zentrale Stelle für diese Aufgaben einzurichten. Dabei geht das Projekt von der grundlegenden Annahme aus, dass die zuständigen Stellen in Tunesien ein großes Interesse haben, langfristig verlässliche Informationen über die Nachhaltigkeit von getätigten Forschungsinvestitionen zu erhalten.